Multicolor-Drucke sehen professionell aus und heben deine Objekte von der Masse ab. Ich erkläre die verschiedenen Methoden und wie du beeindruckende Ergebnisse erzielst.
Methode 1: Automatisches Multi-Material-System (AMS)
Systeme wie das Bambu Lab AMS oder Prusa MMU können automatisch zwischen bis zu 4 (oder mehr) Filamentrollen wechseln. Der Slicer berechnet, wo welche Farbe gebraucht wird, und das AMS übernimmt den Rest.
Vorteile AMS
- Vollautomatisch – kein manuelles Eingreifen
- Bis zu 4 Farben gleichzeitig
- Wiederholbare Ergebnisse
- Ideal für komplexe, mehrfarbige Designs
Nachteile AMS
- Teuer (200-400€ Aufpreis)
- Filamentwechsel erzeugt Purge-Waste (10-50g extra)
- Komplexere Einrichtung
Methode 2: Manueller Filamentwechsel (M600)
Über den G-Code-Befehl M600 hält der Drucker an einer bestimmten Schicht an und du wechselst das Filament manuell. Kostenlos, aber du musst dabei sein.
In PrusaSlicer: Rechtsklick auf die gewünschte Schicht → “Add color change”. Der Slicer fügt M600 automatisch ein. Im Bambu Studio heißt die Funktion „Change Filament at Layer”.
Methode 3: Painted Models in Bambu Studio / OrcaSlicer
OrcaSlicer und Bambu Studio ermöglichen es, direkt am 3D-Modell zu „malen” und so festzulegen, welche Oberfläche in welcher Farbe gedruckt wird. Ideal für Logo-Gravuren, farbige Texte auf Objekten.
Tipps für beste Multicolor-Ergebnisse
- Gleichen Filament-Typ und Hersteller für alle Farben verwenden
- Purge-Volumen großzügig einstellen um Farbmix zu vermeiden
- Modell so ausrichten dass Farbwechsel an nicht-sichtbaren Stellen stattfinden
- Ersten Druck mit günstigen Farben testen bevor du Premium-Filament verwendest
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