Fusion 360 für 3D-Druck: Eigene Modelle in 30 Minuten erstellen

Eigene 3D-Modelle designen ist der nächste Schritt nach dem ersten Drucker. Fusion 360 ist kostenlos für Hobbyisten und das mächtigste Einsteiger-CAD-Programm. Ich zeige dir die Grundlagen.

Warum Fusion 360?

Fusion 360 von Autodesk ist für nicht-kommerzielle Nutzung kostenlos. Es ist parametrisches CAD – das bedeutet, du kannst Maße einfach ändern ohne neu zu zeichnen. Ideal für technische Teile und Alltagsgegenstände.

Dein erstes Modell: Ein einfacher Würfel mit Loch

  • Schritt 1: Neues Sketch auf der XY-Ebene erstellen
  • Schritt 2: Rechteck (R) zeichnen, Maße eingeben (50x50mm)
  • Schritt 3: Sketch beenden, “Extrude” (E), Höhe 30mm
  • Schritt 4: Deckfläche als neue Sketch-Ebene wählen
  • Schritt 5: Kreis (C) in der Mitte, Durchmesser 20mm
  • Schritt 6: Extrude nach unten, “Cut” statt “New Body”

Export für den 3D-Drucker

Rechtsklick auf das Body im Browser → “Save as Mesh” → STL (Binary) wählen → Auf “Fine” Qualität stellen → Speichern. Diese STL-Datei öffnest du direkt im Slicer.

Die wichtigsten Fusion-360-Shortcuts

  • S – Search Commands (findest du alles)
  • E – Extrude
  • R – Rectangle Sketch
  • C – Circle Sketch
  • L – Line Sketch
  • F – Fillet (Ecken abrunden)
  • Mittelmausrad – Zoom, gedrückt halten = Pan

Nach einer Woche täglichem Üben (je 20-30 Minuten) kannst du bereits nützliche Alltagsteile designen. Nach einem Monat bist du bereit für komplexe Projekte. Fusion 360 ist das Tor zu echter Maker-Unabhängigkeit!

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