3D-Druck Nachbearbeitung: Schleifenm, Lackieren, Glätten – So wird dein Druck perfekt

Der 3D-Druck ist erst die halbe Miete. Mit der richtigen Nachbearbeitung verwandelst du rohe Drucke in professionelle, galerie-würdige Objekte. Ich zeige dir alle wichtigen Techniken von einfach bis fortgeschritten.

1. Supports entfernen – Der erste Schritt

Supports sind notwendig, um überhängende Bereiche zu drucken, müssen aber danach sorgfältig entfernt werden. Verwende Spitzzangen, Skalpelle und Modelliermesser für präzises Arbeiten. Bei PLA kannst du auch einfach mit den Händen brechen.

2. Schleifen – Die Basis für alles Weitere

Schleifen ist die grundlegendste Nachbearbeitungstechnik. Beginne mit grobem Schleifpapier (80-120 Körnung) und arbeite dich bis zu feinem Papier (400-1000 Körnung) vor.

  • 80-120 Körnung: Grobe Layer-Lines entfernen
  • 220 Körnung: Mittleres Schleifen für gleichmäßige Oberfläche
  • 400-600 Körnung: Feine Politur
  • 800-1000 Körnung: Nassschilfern für Hochglanz

3. Grundierung auftragen

Sprühgrundierung ist unerlässlich für eine gute Lackierung. Sie füllt kleine Unebenheiten und sorgt für bessere Lackhaftung. Warte 24h, dann erneut schleifem (400er), und nochmals grundieren für perfekte Ergebnisse.

4. Lackieren wie ein Profi

Für beste Ergebnisse verwende Sprühlack in mehreren dünnen Schichten. Acrylfarben mit Airbrush sind für Details ideal. Immer Schutzlack zum Abschluss auftragen, besonders bei Teilen mit mechanischer Beanspruchung.

5. Acetondampf-Glättung für ABS

ABS lässt sich mit Acetondampf chemisch glätten – das Ergebnis ist eine spiegelglatte Oberfläche ohne Schleifaufwand. Achtung: Nur in gut belüfteten Bereichen und mit Schutzausrüstung! Alternativ gibt es spezielle 3D-Glattes-Mittel auch für PLA.

6. Polyurethan-Coating für Stärke

XTC-3D und ähnliche Epoxid-Beschichtungen werden aufgepinselt und selbstnivellierende. Das Ergebnis: extrem starke, glatte Oberflächen, die selbst bemalt werden können. Ideal für Cosplay-Rüstungen und Kunstobjekte.

Mein Tipp-Arsenal für Einsteiger

  • Schleifpapier-Set (80-1000 Körnung)
  • Spitzzange und Modelliermesser
  • Sprühgrundierung (grau)
  • Acrylsprühfarben
  • Klarlack (matt oder glänzend)
  • Latex-Handschuhe und Atemschutz

Mit diesen Grundwerkzeugen und etwas Übung erzielst du professionelle Ergebnisse, die kaum noch als 3D-Druck erkennbar sind. Viel Erfolg beim Nachbearbeiten!

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