Viele unterschätzen die laufenden Kosten eines 3D-Druckers. Ich zeige dir, wie du die echten Kosten pro Druck berechnest – inklusive Strom, Filament, Verschleißteile und Abschreibung.
Die Kostenfaktoren im Überblick
- Filamentkosten: Der Hauptkostenfaktor
- Stromkosten: Oft unterschätzt aber messbar
- Verschleißteile: Düsen, Druckbett, Riemen
- Abschreibung: Der Drucker selbst kostet pro Stunde
- Fehlerquote: Misslungene Drucke einkalkulieren
Filamentkosten berechnen
PLA kostet durchschnittlich 15-25€ pro Kilogramm. Ein Drucker wie der Bambu Lab A1 Mini verbraucht je nach Infill-Dichte zwischen 50-200g Filament pro Stunde. Bei einem Preis von 20€/kg und 100g/Stunde Verbrauch ergeben sich Filamentkosten von 2€ pro Stunde.
Stromkosten realistisch einschätzen
Ein moderner FDM-Drucker verbraucht zwischen 80-300 Watt. Bei 0,30€/kWh und 200W Durchschnittsverbrauch kostet eine Druckstunde: 0,06€ – also kaum der Rede wert.
Verschleißkosten pro Jahr
| Bauteil | Lebensdauer | Kosten | Pro Stunde |
|---|---|---|---|
| Standarddüse (0,4mm) | 300-500 Stunden | 3-8€ | ~0,01€ |
| Härtestahl-Düse | 1.000+ Stunden | 10-20€ | ~0,01€ |
| Druckbett-Beschichtung | 500-1.000 Stunden | 15-40€ | ~0,03€ |
| Riemen & Umlenkrollen | 2.000+ Stunden | 5-15€ | ~0,005€ |
Abschreibung des Druckers
Bei einem Drucker für 500€ und einer Lebensdauer von 3.000 Druckstunden ergibt sich eine Abschreibung von etwa 0,17€ pro Stunde.
Gesamtkostenrechnung
| Kostenfaktor | Pro Stunde |
|---|---|
| Filament (PLA, mittleres Objekt) | 1,50 – 3,00€ |
| Strom | 0,04 – 0,09€ |
| Verschleiß | 0,05 – 0,10€ |
| Abschreibung Drucker | 0,10 – 0,25€ |
| Gesamt | 1,69 – 3,44€ |
Wenn du Objekte verkaufst, solltest du mindestens das 3-5-fache dieser Kosten als Verkaufspreis ansetzen – damit decken sich Materialkosten, Zeit und Gewinn. Ein realistischer Stundensatz für 3D-Druck-Dienstleistungen liegt bei 5-15€ pro Druckstunde plus Materialeinsatz.
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